Veganer und Marmelade

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Montagmorgen, trübes Regenwetter und ein grauer Schleier, der die Welt in einen dunstigen Schwarzweißfilm verwandelt. Aber angeblich hat man ja die besten Entfaltungsmöglichkeiten, wenn man zerknittert aufwacht. Als ich heute morgen aufwachte, konnte ich dem Wochenstart nicht mehr Hassgefühle entgegenbringen, vor allem weil ich schon mit knurrendem Magen aufwachte und keinen Schimmer hatte, was ich frühstücken sollte. Also schlurfte ich missmutig mit meiner allmorgendlichen Löwenmähne und kaum fähig meine Augen anständig zu öffnen in die Küche und öffnete den Kühlschrank. Und da standen sie, harmonisch aneinandergereiht, in einem glänzenden Farbenspiel aus Rot- und Orangetönen: meine Marmeladengläser.
Während ich also meinen Toast in den Toaster steckte und auf die knusprig warme Backware wartete, überlegte ich, wieso ich eigentlich so viele verschiedene Marmeladensorten im Haus hatte?! 
Die meisten waren von meiner Oma in mühevoller Eigenarbeit zuhause fabriziert worden, jedes Glas mit einem kleinen Etikett versehen und handschriftlich beziffert: Apfel-Gelee, Waldmarmelade, Quittengelee, Johannisbeeren und Erdbeeren. Und nicht nur die heimischen Sorten sind in meiner Küche zu finden, auch exotische Rosen- und Feigenmarmelade, Orange-Ingwer und ein Glas mit nicht genau identifizierbarem Inhalt, bei dem es sich um stückigen Quittenkompott handeln könnte. Woher aber die ganzen Gläser? Ich war nie ein großer Marmeladen-Fan und wenn, dann hatte ich höchstens ein Glas langweilige Erdbeermarmelade im Haus, das in einer finsteren Ecke des Kühlschranks vergessen wurde. Warum könnte mein Vorratsschrank also genauso gut als Marmeladenmuseum hinhalten? 

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Vegan 2go – Bentos, Lunchboxen & Co

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Mein Entschluss weniger Müll zu erzeugen, ist noch nicht lange her. 
Es fing an mit meinen Wasserflaschen. Eines schönen Morgens wurde mir bewusst, dass jede dieser Einwegplastikflaschen nichts weiter ist als ein weiterer Baustein für den gigantischen Müllberg, den die Menschheit immer weiter aufhäuft. Kurzum: Ich habe beschlossen mein Wasser nicht mehr in Plastikflaschen zu kaufen. Die naheliegende Alternative waren natürlich Glasflaschen. Aber wie ihr euch sicher denken könnt, auf Dauer wurde mir das einfach zu schwer. Mittlerweile habe ich mich für Wasserfilter entschieden, was zwar nicht hundert prozentig ideal ist, da durch die Kartuschen immer noch Plastikmüll anfällt, aber zumindest deutlich weniger als zuvor. Einziges Problem: Wie dieses Wasser transportieren, zum Beispiel zum Sport? Da waren die Plastikflaschen, vor allem die großen mit 1,5 – 2 Liter Fassungsvermögen, natürlich praktisch. Also was tun, für’s Workout doch wieder zurück zur guten alten Einwegflasche? Nonsens. Es gibt viele Mehrweg-Flaschen, aber es sollte nicht wieder Kunststoff sein. Also doch wieder Glas? Sieht schön aus, aber bei einem Bruchpiloten wie mir keine gute Idee. Vor allem wollte ich eine Flasche mit einem Fassungsvermögen von mehr als einem Liter. Fündig wurde ich schlussendlich auf Kivanta.de, wo ich mir eine robuste Edelstahlflasche mit 1800l Volumen bestellte, plus extra Sportverschluss für leichtes Trinken während des Trainings. Die Flasche ist permanent im Einsatz, nicht nur im Fitnessstudio, sondern auch in der Uni.  (mehr …)

Vegan unterwegs in DUBAI

Burj al Arab

Im Frühling 2016 ging es für mich zum ersten Mal in den Nahen Osten, und zwar nach Dubai!
Die erste Frage, die ich mir bei jeder Urlaubsplanung stelle ist natürlich, wie die vegane Versorgung vor Ort aussieht. Also werden Happy Cow, Facebook und allmöglichen sozialen Netzwerke nach Infos abgecheckt. Im Fall Dubai war allerdings schnell klar: verhungern muss hier kein Veganer! Zwei wunderbare Faktoren spielen uns hier nämlich genau in die Hände:
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Buch-Tipp: High Carb Vegan – Die gesunde Low Fat Küche

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Mit „High Carb Vegan – Die gesunde Low Fat Küche“ von Julia Lechner & Anton Teichmann, ist vor kurzem endlich ein deutsches Buch zum Thema High Carb Vegan erschienen. Ich bin zufällig in der Buchhandlung darüber gestolpert, blätterte kurz rein und lies es doch liegen… aber die Rezepte, vor allem die Bananensplit-Torte, gingen mir einfach nicht mehr aus dem Kopf und schwups, fand es doch ganz schnell noch seinen Platz in meinem Bücherregal.
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Caldo Verde: Vegan, schnell & fettarm

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Bevor nun (hoffentlich) endlich der Frühling Einzug hält, möchte ich euch noch schnell eine meiner liebsten Neuentdeckungen der letzten Saison vorstellen: Caldo Verde – eine traditionelle Kartoffelsuppe aus Portugal. Typischerweise wird der Suppe noch Chorizo zugefügt, eine traditionelle und pikante Wurst. Dieses Rezept kommt aber natürlich ohne Tier aus und schmeckt sensationell. Und das ganz ohne fettige Beilage! 

No animals were harmed to prepare this delicious soup!

Dieses Rezept ist nicht nur wundervoll geschmacksintensiv, sondern auch noch super schnell zubereitet und herrlich sättigend. Keine Zeit für frische High Carb-Küche? Mit diesem Rezept keine Ausrede mehr!
Alles was man braucht sind Kartoffeln, frischer Grünkohl und Kidneybohnen – naja und ein paar Gewürze 😉 
Mein Tipp: Bereitet direkt die doppelte Portion des Rezepts zu, der Topf ist schneller leer als ihr gucken könnt! 

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Vegan im Robinson Club – ein Urlaubsbericht

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Robinson Club, ein Name, bei dem viele die unterschiedlichsten Begriffe Assoziieren: Cluburlaub, Golf, Strände, Tennisplätze, Schnösel, Pilates, Yoga und so weiter. Schon seit längerem ist Cluburlaub eine verpönte Angelegenheit. Echte Urlauber und Kulturholics machen Backpacking in Südostasien, fahren mit dem Fahrrad durch Schweden oder machen Kulturlaub in Helsinki. So gern ich auch neue Kulturen und Orte kennenlerne, manchmal möchte ich einfach nur am Strand liegen, ein Buch lesen und mich in der Sonne rösten 😉 
Meinen ersten Urlaub in einem Robinson Club verbrachte ich 2010 im Club Camyuva an der türkischen Riviera. Der Club war einfach nur wunder schön: offene Gebäude, die perfekt mit der umliegenden Natur harmonierten, viel Grün, ein eigener kleiner Privatstrand mit Betten zum Relaxen. Der Cluballtag bestand aus Sport, Wellness, Chillen am Strand, ausgiebigen und abwechslungsreichen Buffets und Veranstaltungen am Abend, überaus freundlichem Personal, den ganzen Tag Happy Hour – und was uns als kinderloses Paar in den Zwanzigern ganz besonders gefiel: keine Kinder.  Ich war sogar so begeistert von diesem Club, dass ich ein paar Jahre später wieder dort war. Das Publikum war stets zweigeteilt: Aus der einen Seite kinderlose Paare oder Singles, die vor allem kamen um sich sportlich auszupowern oder das gigantische Wellnessangebot auszunutzen oder Singles, die vor allem auf Partys, Cocktails und Urlaubsromanzen aus waren. Davon kann natürlich jeder halten, was er möchte, aber die Location an sich war einfach wunderschön und die angebotenen Clubaktivitäten (vor allem die Shows am Abend) einfach phänomenal. 
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